Folgende Tabellen wurden empirisch ermittelt, sie sind das Ergebnis von Umfragen. Damit sind sie auch dem Zeitgeschmack unterworfen, d.h. die Bedeutungen können sich mit der Zeit verschieben.
 
Kleidungsfarbe Allgemeine Wirkung und Eignung
Schwarz Streng, formalisierend (schlanker machend). Ausdruck eines absolutistischen Ideals (Protest gegen Tradition wie auch bewußtes Sich-Unterscheiden). Keine individuelle Wesensfarbe, sondern Ausdruck einer bestimmten Haltung (auch Trauer).
Weiß Sauber, rein, strahlend (üppiger machend). Ausdruck einer nicht sinnlichen Heiterkeit und gegebenenfalls Vornehmheit. Jugendlich. In Kombination mit anderen Farben fast unentbehrlich zur Hervorhebung und Begrenzung. 
Rosa Zart bis zärtlich, zurückhaltend (in Abendkleidform) bis jung mädchenhaft. Nur in (lachs bis apricot) Unterkleidung mit erotisierender Komponente. Zusatzfarbe weiß oder schwarz am vorteilhaftesten, wo bei die erstere das Zarte, die letztere das Intime unterstreicht. Reizvolle Kombination sowohl zu blond wie zu schwarzem Haar, bei letzterem jedoch sollte der Farbton nicht zu süßlich sein, sondern eher ins Bräunlich-Rostfarbene abweichen (apricot). Je mehr apricot, desto weniger intim und süß-zart, sondern eher "fein". Typische Frühlingsfarbe. Für den Herbst muß Rosa ins Lila übergehen. 
Lila, hell Zart und zurückhaltend, aber nicht jungmädchenhaft, sondern eher im Sinn der "Absonderung", der bewußt gemachten "feinen Herbheit", der "aparten Note". Keine satte Farbe als kombinatorische Ergänzung möglich, sondern Schwarz oder Weiß, allenfalls Violett (und Gold bzw. Silber). Dunkelhaarige drücken in Lila aparte Herbheit, Blonde zarten Duft aus. 
Zartblau Weniger als die vorigen "apart", dafür zart und sehnsuchtsvoll-hingebend, ohne eigentlich sinnlichen Reiz. Frühjahrsmäßig und sommerlich, bei Blonden etwas fad, für dunkles oder kastanienbraunes Haar leicht zu schwächlich wirkend. 
Ultramarinblau, Marine, Dunkelblau  Verschiedene kräftige und dunkle Blautöne wirken etwas alltäglich, wenn sie nicht mit besonders geschickt gewählten Zusatzfarben kombiniert sind oder eine spezifische Nuance haben (wie pflaumenblau, petrolblau, entenblau). Bei Mänteln können (als Futter z. B.) auch Gegenfarben dazutreten (warmes Gelb). Blautöne passen fast durchweg gut zu Blond, aber auch zu Braun undˇbei leuchtenderem Blauˇauch zu Schwarz. Dominierende blaue Augen verlangen oft nach blauer Kleidung. Die Wertstufe des Blau hängt ganz und gar von dem Stoff ab. Blaue Wollsachen stehen nicht vielen und manche Trägerinnen erhalten durch Blau einen etwas gelblichen Teint. 
Blaugrün, Türkis Eine Farbe, dieˇweitgehend von der Stofflichkeit abhängendˇsehr vorteilhaft zur Unterstreichung von besonderen Reizen dienen kann (Zusammenstellung blauer bis blaugriiner Augen mit schwarzem Haar z. B.). Blaugrüne Wolle wirkt leicht kalt und aufdringlich, wogegen Rohseide und glänzende, glatte Stoffe die Farbe zur Geltung bringen. Der Typ, der diese Farbe trägt, ist nicht laut. Das Türkis ist etwas unbürgerlich und verlangt schlanke Trägerinnen, möglichst mit bräunlicher Hautfarbe.
Verschiedene Grün Je satter und leuchtender das Grün, desto mehr ist es Frühlings- und Sommerfarbe; je gedeckter und olivstichiger (Forstgrün bis Olivgrün), desto herbstlicher mutet es an. Reines, seidiges Grün kann sehr festlich und interessant wirken; dunkles Grün hat immer etwas Häusliches an sich. Besonders interessant wirken Rothaarige in Grün. Auf den Teint (der leicht blaß wirkt) muß besonders geachtet werden. Als Unterwäsche eignet sich nur ein kaltes, seidiges oder ein ausgesprochenes smaragdgrün, wogegen dunkelgrün und oliv überhaupt keine Beziehungen zur Unterbekleidung haben. Dafür ist es gute Wollfarbe. Grün wirkt am besten, wenn es in seiner Farbe bleibt ˇ Kombinationen nur bei entsprechender Verhüllung mit Gegenfarben, die aber nie ins Purpurne ziehen sollten, sondern mehr ins Warmrötliche, Goldene, Schwarze. Sehr helle, pastellne Grüns wirken ästhetisch, zart und etwas schwächlich. 
Gelb  Vom Kanariengelb bis zum dunklen Goldbrokatton, vom hellen Zitron bis zum matten Strohgelb, vom Ockergelb bis zum tiefen maisgelb gibt es außerordentlich verschieden wirkende Gelbtöne. Je heller und reiner das Gelb, desto lichter-frühlingshafter die Anmutung. Je schwerer das Gelb, desto herbstlicher und "reifer". Gelb steht vor allem schlanken, schwarzhaarigen Frauen. Ins Goldne weisend wirkt es festlich-klassisch, stets eher heiter als ernst. 
Orange und verwandte Farben Hierher gehört die große Gruppe der Cognac-, Curry- und Rostgelbtöne, die in verschiedener Nuancierung immer wieder durch ihre Schönheit bestechen, obwohl sie sich durchaus nicht leicht von jedermann tragen lassen. Vor allem passen blonde, wenig markante Frauen nicht zu dieser Farbe, die teilnehmen will und sich immer an irdische Freude, an fast südlichen Frohsinn wendet. Dunkelhaarige und blaugrün-äugige Frauen können die Farbe besser tragen. Seidenglanz und Wollwärme geben der Farbe jeweils neue Nuancen und Impulse. In Wolle wirkt der Farbton besonders leicht "füllig". Orangetöne verlangen stets ein kräftiges Make-up wie überhaupt Kontraste im Äußeren und im Wesen.
Braun und Beige Die Fülle der braunen und beigen Farben kann schwerlich im einzelnen charakterisiert werden. Gemeinsam ist allen etwas Häusliches, oft schon Hausbackenes, niemals Festliches (wenn nicht ein besonders kostbarer Stoff oder ein Brokateffekt vorliegt). Dunkelbraun wirkt eher alt als jung, etwas konservativ und wenig beschwingt und beschwingend. Braune Badeanzüge (und Unterwäsche) sind fast Widersprüche in sich selbst. Die Kombinierbarkeit ist gut. 
Rot und Rotorange Leuchtende Rottöne machen die freudigen Akzente im Mode bild aus. Rot ist meist festlich, allerdings niemals leise und eben oft aufdringlich, wenn der Farbton nicht ein wenig ver hüllt ist oder der Stoff kommun ist. Das reine, fast kalte Rot drückt Dominanz und Herrscherstreben aus, das warme Orangerot mehr Leidenschaft bis Aggression. Dunkle Typen wie auch blonde mit lebhaftem Temperament können Rot gut tragen. Gerade diese Farbe verlangt einen Schnitt, der etwas hervorhebt, absetzt, flammen läßt oder eine besondere Strenge in der Form (Herrenschnitt). 
Bordeaux, Weinrot  Die dunklen Rotnuancen entbehren der lauten Festlichkeit und zeigen mehr eine gewisse Feierlichkeit, allerdings schlechtenfalls auch eine gewisse Phlegmatik. Daher eignet sich diese Farbe mehr für ein gesetztes Alter als gerade für junge Mädchen.
Purpur, Violett  Farben, die eigentlich nur in Samtstruktur überzeugen! In Seide wirken sie weniger tief, wenn nicht dafür gesorgt ist, daß das Violett bläulich und schimmernd nuanciert wird, wo durch eine innere und geheimnisvolle Leuchtkraft erreicht wird. Purpur und Violett mit edlen Metallen und viel Schmuck getragen hat immer eine sehr festliche, vornehme Note. Unkönigliche Gestalten sollten es daher vermeiden. Je blauer der Violetton ist, desto mehr eignet er sich auch zum Unterstreichen eines goldblonden Typs, je röter es sich darbietet, desto mehr eignen sich schwarze Haare zur Kombination, womit freilich nicht gesagt ist, daß Blonde überhaupt kein Purpur tragen könnten. Keine andere Farbe ist so für silberweißes Haar prädestiniert wie Purpurviolett! Bei Lampenlicht (Glühlicht) verlieren Violett und Purpur viel. Wesentlich ist, daß Violett an sich von Introvertierten, dem Innenleben erschlossenen Menschen geliebt wird. Es zeigt deshalb auch meist gewolltes Apartsein an. Dem introvertierten Typ stehen in Wahrheit auch Grünblau und warme Farben. 
Grau, Silbergrau  Leider kann man unter Grau sehr verschiedene Textilfarben verstehen. Vom festlich-vornehmen silbergrau bis zum gewöhnlichen Staubgrau, vom dunklen, tristen Grau bis zum feinen Hellgrau (eines Reisekostüms) gibt es alle Übergänge. Gemeinsam ist allen Grau- und Silbertönen die Ferne von der lauten Vitalität. Beste Kombinationsmöglichkeit zeichnet diese Farben aus, die für Badeanzüge und Unterwäsche nur sehr fragliche Möglichkeiten haben. Grautöne dürfen in keinem Sortiment fehlen - sie bilden die glückliche Pause zwischen dem oft lästigen Zwang, immer Farbe bekennen zu müssen.

Die Farbenwirkung ist abhängig von der  Anwendung.Es ist zu beachten, dass die Farben bei Wollkleidung, Lederkleidung, und verschiedenen Stoffen unterschiedlich wirken können!
Ganz verschieden können sie wirken, wenn es um ganz andere Anwendungsbereiche geht. Darum als Vergleich dazu, wie die Farben an Autos wirken.
 
Wagenfarbe  Wirkung und Charakterisierung
Weiß bis weißgrau  "Traumwagen", Sportwagen. Im Winter schmutzig wirkend, sonst immer gut sichtbar.
Schwarz  "Vornehm", solide, schwer. Strafft die Größe, ist von fern nicht gut zu erkennen, besonders schlecht beim Hinterherfahren zur Nacht. 
Grau  Gebrauchswagen, vielseitig. Je nach Dunkelheit des Grau (von silbergrau bis graphit) leichter oder schwerer gegen die Straße zu erkennen (daher statistisch häufig in Unfälle verwickelt). Die Entfernung eines grauen Wagens wird leicht überschätzt.
Dunkelblau  Ähnlich wie schwarz, aber weniger distinguiert. Für größere Wagen geeigneter. Keine gute Fernerkennbarkeit. 
Hellblau  Leicht, "damenhaft", auch traumhaft. Macht schwere Wagen leichter, läßt sie aber auch weniger stabil wirken. 
Dunkelgrün  "Droschken"-Erinnerung. Wenig sportlich, etwas streng wirkend.
Hellgrün Leicht, naturfroh. Für schwere wie für sehr leichte Wagen weniger geeignet. Im Sommer "schutzfarbig", im Winterˇ wenn das Grün zu wenig verhüllt istˇ"giftig" wirkend. 
dunkelrot  Schwer, wuchtig, rasch und würdig. Gute Fernerkennbarkeit
signalrot  Feurig, auch übertrieben, wenn kein Rennwagen. Auffallend (am wenigsten in Unfälle verwickelt). 
Gelbbeige bis mattgelb und creme Leicht, auch sportlich, formvergrößernd, leicht erkennbar, besonders bei Nacht beim Hinterherfahren. Gelbbeige und Stroh gelb unschön bei Verschmutzung.
Gelb und Orange Zu laut (vgl. Postfahrzeuge!), auffälligste Farbe im Straßenverkehr. Für Rennwagen oder Kleinwagen als "Sicherheit', nicht übersehen zu werden.
mittelbraun, oliv, bronzig Undynamisch, bürgerlich (bes. für kleinste und sportliche Wagen ungeeignet); ausgesprochen Geschmackssache.