Manipulation mit Metaphern

Definitionen:

Metapher (gr. Übertragung), sprachliches "Bild", d. h. bildhafter Ausdruck, anstelle eines anderen; meist sinnlich-anschaulicher Ausdruck anstelle eines abstrakten Begriffs (ohne das vergleichende "wie"); wesentliches Element der Dichtung und der Sprache überhaupt (zahlreiche Begriffe sind verblaßte Metaphern).

Als Vergleich:
Symbol  [v. gr. symballein = zusammenwerfen],

Sinnbild, eindringl. Mittel dichterischer Bildlichkeit: ein Ding wird durchsichtig auf eine höhere Bedeutung hin, mit der es nun identifiziert wird, ohne darüber seine vordergründige Rolle als Ding zu verlieren. Der künstlerische Reiz des Symbols Iiegt in dieser gleichzeitigen Zugehörigkeit zu zwei Ebenen. Im Gegensatz zur "Metapher" wird der (dort nur punktuelle) Bezug zw. Anschauung u. Bedeutung festgehalten, im Ggs. zur "Allegorie" ist nicht die Anschauung für die Bedeutung konstruiert; Bild u. Bedeutung befinden sich im Gleichgewicht.

- Beispiel symbol. Gestaltung: der Becher der Geliebten, den Goethes sterbender "Konig in Thule" ins Meer wirft, behält seine "normale" Rolle im äußeren Geschehen, versinnbildlicht aber zugleich das Wiederaufgehen der Individualität im All.

 
 
Eine Metapher stammt aus einem anderen semantischen Bereich als der Begriff selbst, hat aber mindestens eine (dem Zielpublikum) auffällige gemeinsame Eigenschaft.
Die Metapher nimmt Einfluss auf das Verständnis des Begriffs (manipuliert den Begriff) in zweierlei Weise:
1. Sie verstärkt eine Bedeutung des Begriffs (hier:b) und sie übergeht die anderen Eigenschaften des Begriffs (hier: a,c,d)
2. Die anderen Eigenschaften der Metapher (e,f,g) können gewollt oder ungewollt auf den Begriff abfärben.

Eine Metapher stammt aus einem anderen semantischen Bereich als der Begriff selbst, hat aber mindestens eine (dem Zielpublikum) auffällige gemeinsame Eigenschaft.
Die Metapher nimmt Einfluss auf das Verständnis des Begriffs (manipuliert den Begriff) in zweierlei Weise:

1. Sie verstärkt eine Bedeutung des Begriffs (hier:b) und sie übergeht die anderen Eigenschaften des Begriffs (hier: a,c,d)

2. Die anderen Eigenschaften der Metapher (e,f,g) können gewollt oder ungewollt auf den Begriff abfärben.

Beispiel: Susanne ist mein Kätzchen.
 
Susanne
 
Kätzchen
 
Mädchen Tier
reizt zum Streicheln reizt zum Streicheln
intelligent frisst Vögel
kann gut spanisch kratzt und beisst

Susanne wird als erotisches Objekt präsentiert (Zärtlichkeitsstimulation), andere, vielleicht wichtigere Eigenschaften gehen unter.
Färben die anderen Katzen-Eigenschaften auf Susanne ab? Ist sie kratzbürstig, als Mensch nicht ganz voll zu nehmen und ernährt sich vorwiegend von Poulet? Welche Bedeutungen sind teilweise gemeint und welche gar nicht? Die Verwendung der Metapher lässt das offen, der Zuhörer kann mit den anderen Bedeutungen spielen.

 

Übung:

Erklären Sie mit Metaphern unterschiedliche Funktionen eines Produkts
z.B. alkoholische Aperitivgetränke, Kosmetika, Sportwagen, Jeans